Corona-Pandemie

Auch in der durch die Corona-Pandemie bestimmten Zeit bietet unser Hospizdienst weiterhin Hilfe für Menschen an, die mit Sterben, Tod und Trauer konfrontiert sind.

Wir nehmen den Schutz der Gesundheit unserer begleiteten Familien und der Mitarbeiter/innen sehr ernst. Die Corona-Schutzverordnung in der jeweils aktuellen Fassung wird von uns berücksichtigt. Wenn sie sich mit uns in Verbindung setzen, finden wir gemeinsam kreative Wege, um Kontakt und Begegnung für Betroffene und Angehörige auch mit Abstand und unter Einhaltung der gültigen Schutzmassnahmen zu gestalten.

Wir sind von montags bis freitags in der Zeit zwischen 09.00 Uhr und 12.00 Uhr und donnerstags zwischen 15.00 Uhr und 17.30 Uhr telefonisch oder per E-Mail für Sie erreichbar.


Stellenausschreibung

Koordinator*in (m/w/d) 30 Std/Woche gesucht

 

Wir suchen für unseren ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst und palliativen Beratungsdienst „Ökumenisches Hospiz Emmaus e.V.“ in Gevelsberg eine*n Koordinator*in (m/w/d), der/die Lust hat, unser Versorgungskonzept aktiv mitzugestalten und weiter zu entwickeln.

Sie lieben den Umgang mit Menschen, berufliche Vielfalt, sind eine verantwortungsbewusste Persönlichkeit, haben Fachkompetenz und sind teamfähig: Dann sind sie bei uns herzlich willkommen!

 

Sie bringen idealerweise mit:

  • Einen Studienabschluss in Sozialpädagogik, Sozialarbeit oder Pflege oder eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Gesundheits- und (Kinder) Krankenpflege oder andere geeignete Studienabschlüsse bzw. Berufsausbildungen gemäß der Rahmenvereinbarungen nach § 39a Abs. 2 SGB V
  • Den Nachweis einer „Palliative Care“ Ausbildung KoordinatorInnen- und Führungsmodul nach § 39a Abs. 2 Satz 7 SGBV oder die Bereitschaft, diese zeitnah zu absolvieren
  • Berufserfahrung
  • Erfahrung im Leiten von Gruppen und in der Arbeit mit Ehrenamtlichen
  • Eine Ausbildung in der Begleitung Trauernder Menschen
  • Bereitschaft zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung
  • Kommunikations-, Team-, Organisations- und Kooperationsfähigkeit
  • Sie sind ein zugewandter, empathischer Mensch und identifizieren sich mit dem Hospizgedanken
  • Sie schätzen professionelles Arbeiten in interdisziplinären Teams
  • Sie besitzen einen Führerschein

 

Aufgaben:

 

Sie erfüllen die Aufgaben einer/eines Hospizdienstkoordinator*in gemäß Rahmenvereinbarung nach § 39a Abs. 2 Satz 7 SGB V.

Hierzu gehören u. a.

  • palliativpflegerische und psychosoziale Beratung von Schwerkranken, Sterbenden und Angehörigen
  • Aufnahmebesuche und Koordination der Begleitung von Schwerkranken, Sterbenden und Angehörigen durch Ehrenamtliche im Einsatzgebiet, dem südl. Ennepe-Ruhr-Kreis
  • Gewinnung, Schulung und Anleitung von ehrenamtlichen Sterbebegleiter*innen
  • Beratung zur Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht
  • Aktive Netzwerkgestaltung
  • Telefonische Rufbereitschaft
  • Bereitschaft zu flexibler Dienstgestaltung
  • Bereitschaft zu Wochenendarbeit
  • Teilnahme an Teamsitzungen und Supervision
  • Beteiligung an Qualitätssicherung, Administration und Dokumentation
  • Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung und dem ehrenamtlichen Vorstand
  • Mitwirkung in der konzeptionellen Weiterentwicklung unseres Dienstes
  • Ausgestaltung des erwachsenenpädagogischen Angebotes unseres Qualifizierungskurses

Wir bieten...

  • einen vielseitigen Arbeitsplatz in einem engagierten Team
  • motivierte ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter
  • regelmäßige Supervision und Fortbildung
  • einen unbefristeten Vertrag mit tariflicher Vergütung nach den AVR
  • die Möglichkeit zu selbstständigem Arbeiten
  • die Chancen zur Ausgestaltung eines neuen Handlungsfeldes
  • die Möglichkeit zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung
  • umfassende Benefits, z.B. in den Bereichen Bildung und betriebliche Altersvorsorge

Die Stelle umfasst einen Stundenumfang von 30 Std. pro Woche. Eine langfristige Fortführung der Zusammenarbeit wird angestrebt.

 

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

 

Ihre Bewerbung mit allen relevanten Unterlagen (PDF) richten Sie bitte baldmöglichst per Mail an:

Anne Braun-Schmitt , 1.Vorsitzende Ökumenisches Hospiz Emmaus e.V., annebraunschmitt@gmail.com

oder schriftlich an:

Ökumenisches Hospiz Emmaus e.V. , Hagener Str.339 , 58285 Gevelsberg

Fragen beantwortet Ihnen unsere Koordinatorin Frau Michaela Pesenacker (im Hospiz: 02332/61021)

oder per Mail: M.Pesenacker@hospiz-emmaus.de


Ehrenamt im Hospiz Emmaus

Ohne die vielen engagierten Ehrenamtlichen wäre unsere Hospizarbeit nicht zu leisten.

Unser Dienst ist kostenlos. Daher sind wir auf Menschen angewiesen, die die Hospizidee unterstützen. An erster Stelle steht hierbei die menschliche Zuwendung im Rahmen von Sterbebegleitungen. Voraussetzung für die aktive Begleitung, ist ein Befähigungskurs.

Diesen Kurs können Sie bei uns machen. Voraussetzung der Teilnahme ist, dass Sie sich im Anschluss zwei Jahre lang mit Ihrem ehrenamtlichen Engagement zur Verfügung stellen.


Hospizarbeit für Männer

 

Wir suchen MÄNNER, die für die ehrenamtliche Mitarbeit einen Teil ihrer Lebenszeit spenden.

 

Wir suchen MÄNNER, die nach einer qualifizierten Ausbildung als ehrenamtliche Begleiter in der Hospizarbeit mitarbeiten.

 

Wir suchen MÄNNER, die ihre eigenen organisatorischen, technischen oder kreativen Kompetenzen in unsere begleitenden Projekte einbringen wollen und können. Zum Beispiel in Form von Erlebnis-Ausflügen für Kinder und Jugendliche, Erlebnis-Aktionen in unseren neuen Räumen und auf dem Aussengelände...

 

Bestimmt haben sie auch eigene Ideen, die sie einbringen können, um junge Menschen im gemeinsamen Erleben "auf andere Gedanken" zu bringen, damit sie wieder zu sich selber finden können.

Rufen sie uns an!

Michaela Pesenacker Tel.: 02332/61021

 

Der nächste Schnupperkurs für Männer startet am 28.10.2021 um 19 Uhr.

 

Termine jeweils 19.00 Uhr- 21.00 Uhr

Donnerstag, 28.10.2021

Donnerstag, 04.11.2021

Donnerstag, 11.11.2021

Donnerstag, 18.11.2021


Erster Hospiz-Schnupperkurs für Männer

Volker Schmidt, Michaela Pesenacker, Dirk Locatelli, Jürgen Krause
Volker Schmidt, Michaela Pesenacker, Dirk Locatelli, Jürgen Krause

04.01.2021

Das Hospiz Emmaus in Gevelsberg hat einen Schnupperkurs für männliche Sterbebegleiter durchgeführt. Warum das so wichtig ist.

„Wie oft sagt man sich, lebe jeden Tag so, als ob es der letzte wäre. Und am nächsten Morgen ist dieser Vorsatz schon wieder vergessen“, sagt Jürgen Krause und spricht dabei auch von sich selbst. Was ihn verändert hat, ist der Verlust seines Vaters, seine Zeit im ökumenischen Hospiz Emmaus und der Wunsch, sich zum ehrenamtlichenTrauer- und Sterbebegleiter ausbilden zu lassen: Weil er helfen will, weil es zu wenige Männer gibt und weil diese Erfahrung auch sein Leben bereichert.

In unserer Zeitung hat er gelesen, dass es im Hospiz 50 ehrenamtliche Sterbebegleiter gibt, aber nur fünf Männer. „Da besteht ein Bedarf“, habe er sich damals gedacht und zum Hörer gegriffen. Insgesamt waren es am Ende zehn Interessierte, die sich für den Schnupperkurs für Männer gemeldet haben. Es war der erste dieser Art, aber garantiert nicht der letzte, da sind sich die Verantwortlichen im Hospiz sicher. „Diese Abende haben mir viel gebracht“, sagt Teilnehmer Volker Schmidt.

Die Gespräche, die Themen, die besondere Atmosphäre. Auch das Hospiz profitiert davon. Die meisten wollen sich nämlich weiter ehrenamtlich engagieren, „einige haben sich bereits für die nächste Qualifizierung angemeldet“, sagt Michaela Pesenacker, die immer auf der Suche nach personeller Verstärkung im Team ist.

Es besteht ein hoher Bedarf

Sie erzählt von den vielen Menschen, die im Ennepe-Ruhr-Kreis begleitet werden, vom hohen Bedarf, den unterschiedlichen Lebensgeschichten und Bedürfnissen. „Manch einer braucht einen Mann an seiner Seite“, erklärt die stellvertretende Geschäftsführerin vom Hospiz Emmaus. „Das bedeutet nicht, dass Männer etwas besser machen“, betont Dirk Locatelli, sondern nur anders.

Er ist seit fünf Jahren ehrenamtlich im Hospiz-Team dabei, hat gemeinsam mit Georg Siegler durch die Abende geführt und weiß, dass es nicht immer nur ums Reden geht. „Manchmal reicht es einfach nur, ein Stück zusammen spazieren zu gehen und gemeinsam zu schweigen.“ Dirk Locatelli erzählt auch von seinem Vater und davon, was er gebraucht hätte. Männer kommunizieren anders, seien oft pragmatischer veranlagt und gehen anders mit Trauer um.

Auch bei Jürgen Krause war es der Tod des Vaters, der ihn zum Hospiz führte. Während seine Schwestern redeten, hat er oftmals nur die Hand gehalten. „Es war keine belastende Stille, es tat uns beiden gut.“ Er war auch dabei, als das Leben den Körper seines Vaters verließ. In diesem Augenblick hätten seine Augen gestrahlt, „da war keine Angst. Das hat auch mir die Angst genommen“, erzählt er. In dieser Zeit des Abschiednehmens habe er viel gelernt – vor allem über das Leben.

Bei Volker Schmidt waren es gleich mehrere Toderfälle im engen Umkreis. Der Tod eines engen Freundes erschütterte ihn besonders, was ihn letztlich dazu brachte, vieles zu überdenken. Und die Erkenntnis, wie viel es bewirken kann, einfach nur da zu sein. Er erzählt von der Mutter zweier Kinder, ihrem vestorbenen Mann und wie gut es den Kindern tut, sie ein paar Stunden abzulenken.

Er engagierte sich seit 14 Jahren im Jugendsport, jetzt möchte er im Hospiz mithelfen. Aber nicht als Trauer- und Sterbebegleiter, soweit sei er noch nicht. „Es gibt viele andere Möglichkeiten, um sich im Hospiz einzubringen“, weiß Michaela Pesenacker. Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen, Öffentlichkeitsaktionen, Fahrten zum Arzt oder zu Behörden, Kontakte herstellen, die Möglichkeit zu helfen sei vielfältig.

Voraussetzungen für die Aufgabe

Was man mitbringen muss, um dieser Aufgabe gewachsen zu sein? „Wichtig ist die Bereitschaft, sich selbst zu hinterfragen“, sagt die Frau vom Hospiz. Dazu gehören auch emotionale Stabilität, Empathie und die Freude, sich immer wieder neu auf unterschiedliche Menschen einzulassen. Zudem hätten viele Ehrenamtliche eigene Verlusterlebnisse, die sie zur Hospizarbeit bringen, und die sie auch gestärkt hätten. Sie freut sich, dass das ehrenamtliche Team größer wird, wodurch auch das Angebot erweitert werden könne.

Noch individueller und persönlicher. „Die Trauer steht im Hospiz nicht im Mittelpunkt“, weiß Michaela Pesenacker. Es geht darum, die Zeit, mit Freude zu gestalten, besondere Erinnerungen zu schaffen. Für alle Beteiligten.

„Ich bin kein selbstloser Samariter“, sagt Jürgen Krause. „Mir bringt das was, hier mitzumachen.“ Er kann jedem nur empfehlen, sich mehr mit dem Thema auseinander zu setzen. Er weiß jetzt, dass „wenn es auf den Tod zugeht, es zu spät ist, Dinge zu regeln, die schief gelaufen sind. Dann geht es um andere Dinge, vieles spielt für den Sterbenden keine Rolle mehr. Man sollte als nichts aufschieben.“

Er hat erfahren, dass man in Würde sterben könne, dass es ein wunderbares Netzwerk im Ennepe-Ruhr-Kreis gebe, dass man nicht allein sein müsse, „und dass es nicht nur um Trauer geht“. Er freut sich auf die nächsten Treffen. Der erste Schnupperkurs ist zwar vorbei, die Gruppe wird aber weiter regelmäßig zusammenkommen, während der zweite Kurs bereits vorbereitet wird. Wieder nur für Männer.

(aus: Westfalenpost, 4.1.21)

 

Termine Stammtisch

Beginn 19 Uhr im Hospiz

Mittwoch, 24.02.2021

Mittwoch, 19.05.2021

Montag, 23.08.2021

Mittwoch, 17.11.2021


„Mein Leben ist eine Geschichte von geschichteten Geschichten“

(Dietrich Redecker)

Liebe Leserinnen und Leser,

liebe Interessierte an der Hospizidee!

 

Ein Vergleich, der sehr anschaulich macht, wie wir zu dem Menschen geworden sind, der wir heute sind. Diese Schichten, die unsere Lebensereignisse bilden, sind keine toten Gesteinsschichten, sondern lebendige Schichten, die sich berühren und durchlässig miteinander verbunden sind.

 

In unserer Hospizarbeit begegnen wir dieser Vielschichtigkeit, wie sie sich im Erleben von schwerer Krankheit, Sterben, Tod und Trauer zeigt.

 

Unsere Angebote wollen eine Hilfe sein, uns selbst und andere im Umgang miteinander besser zu verstehen und im Helfen leichter gerecht zu werden.



Ambulantes Erwachsenenhospiz und palliativer Beratungsdienst


Wir

  • begleiten schwerstkranke und sterbende Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu Hause, im Krankenhaus, in Senioren- und Pflegeeinrichtungen und in Einrichtungen der Behindertenhilfe
  • unterstützen die Angehörigen
  • bieten psychoonkologische Versorgung und Hilfe bei sozialen und psychischen Belastungen
  • vermitteln an Schmerztherapeuten, palliative Pflegedienste und stationäre Hospize
  • bieten palliative Beratung und Begleitung
  • informieren zur Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht
  • bieten Trauerbegleitung an: Einzelgespräche, Seminare, Gruppe "Trauernde Eltern", Trauer nach Suizid, Trauercafé, Angebote für Kinder und Jugendliche
  • vermitteln seelsorgerische Begleitung


Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst


Wir

  • bieten Ihnen eine bestmögliche psycho-soziale und palliative Begleitung
  • entlasten die Familie durch Hilfe im Alltag
  • begleiten Sie bei Arztbesuchen oder Behördengängen
  • betreuen die Geschwisterkinder
  • vermitteln fachliche Hilfe
  • begleiten Sie in der Zeit der Trauer


Hospiz Emmaus – Hagener Straße