Wunschbaumaktion 2022

17.12.2022

Am 17. Dezember war es wieder so weit: Die Weihnachtsfeier für alle betreuten Kinder und Jugendliche, sowie deren Angehörige und Familien fand statt. Nach zwei Jahren pandemiebedingtem Verzicht nun erstmalig wieder in Präsenz im Hospiz. Mitarbeiter und Ehrenamtliche hatten den großen Saal weihnachtlich geschmückt und eingedeckt. Da nahmen die rund 40 Gäste gerne Platz. Die gute Seele Grete verwöhnte erst einmal alle mit selbstgebackenen Waffeln - natürlich mit heißen Kirschen, Vanille-Eis und Sahne. Eine Tasse Kakao oder Kaffee – und zu mindestens kulinarisch war alles und jeder rundum zufrieden. Vorerst. Läge nicht diese typische, vorweihnachtlich freudige Erwartung in der Luft. Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude….Schließlich hatten die Kinder und Jugendlichen wie jedes Jahr ihre Wunschzettel einreichen dürfen.

Dajana Pfeiffer und Johanna Nowak von der Europart GmbH und Meinolf Haarhaus, Präsident des hiesigen Golfclubs Gut Berge, nahmen deshalb im Vorfeld mit dem ‚Christkind‘ oder dem ‚Weihnachtsmann‘ ‚Kontakt‘ auf. So war der Geschenketisch für die Bescherung reichhaltig bestückt.

Doch bevor es so weit war, wurde es noch einen Moment sehr weihnachtlich: Nach einem gemeinsamen Weihnachtslied mit musikalischer Begleitung an der Gitarre durch Tine, las Michael noch eine kurze Weihnachtsgeschichte vor. Alle lauschten ruhig und gespannt seinen Worten. Danach war es aber mit der Ruhe vorbei: Die Bescherung mit dem Verteilen der Geschenke füllten den Raum mit Geraschel und Kinderlachen, freudigem Erstaunen und zufriedenen Gesichtern. Die eingereichten Wunschzettel der Kinder sind allesamt mit Hilfe von Dajana, Johanna und Meinolf erfüllt worden. Den Kindern und Jugendlichen, die durch Verlust naher Angehöriger oder aber einer eigenen Erkrankung viel Traurigkeit in sich tragen oder erleben mussten, konnten durch die Weihnachtsfeier im Hospiz ein paar unbeschwerte und fröhliche Stunden geschenkt werden. Dafür bedanken wir uns Namen aller recht herzlich.

 

Dirk Locatelli


Weihnachtsfeier 2022

13.12.2022

Zwei Jahre lang musste sie Pandemie bedingt ausfallen: die Weihnachtsfeier des Hospiz Emmaus. Am Montag, den 12.12.22 war es dann um 19:00 Uhr endlich soweit - die Ehrenamtlichen füllten den Saal im Nu, das Bedürfnis war groß, dieses besondere Fest gemeinsam zu feiern. Es mussten sogar Tische und Stühle aus dem Lager dazu aufgestellt werden, so groß war der Andrang. In gemütlicher adventlicher Atmosphäre und leckerem Essen wurden viele Worte hin und her getauscht - alle fühlten sich merklich wohl... es tut einfach gut, dazu zugehören; dieses Gefühl von geteilter Gemeinschaft war den ganzen Abend über zu spüren.

Für einige war es die letzte Weihnachtsfeier: verabschiedet wurden aus dem Erwachsenenhospiz Rosemarie Köster, Barbara Goletzke, Felicitas Blasius-Taetz, Astrid Brinkmann, Petra Mager und Sylvia Albrecht.

 

Von Burkhard Ohnesorge und Christina Obenlüneschloß mussten sich die Anwesenden aus dem Kinder-und Jugendhospiz verabschieden: auf vielfältige Weise wurde ihnen für ihren langen Dienst gedankt in der Hoffnung, sich nicht ganz aus den Augen zu verlieren. Mit dem Lied "Möge die Straße uns zusammenführen" wurde die Feier beendet mit dem Wunsch, dass "Gott uns in seinen Händen hält, bis wir uns wiedersehen" ...

 

Sabine Placke


Entsendungsgottesdienst 2022

19.11.2022

Ein guter Tag für das Hospiz Emmaus

Am Freitag 18. November 2022 wurden mit einem feierlichen Gottesdienst sechs neue ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsand.

Pastorin Anne Braun Schmidt und Pastor Ulrich Bauer fanden herzliche, warme Worte für die neuen Begleiterinnen und Begleiter.

In seiner Predigt zum Thema" Begabungen sind eine Berufung" stellte der Pastor den Gedanken in den Raum : "Warum sollte das für uns Mitarbeiter/ innen im Hospiz - oder anderen in einem ehrenamtlichem Dienst - nicht Teil der eigenen Lebenserfüllung sein, also das zu leben, was unseren eigenen Vorstellungen von Lebenswerten entspricht."

Pastor Bauer an die neuen Begleiter/innen " Ich wünsche ihnen sehr, dass sie von sich selbst und von ihrer Aufgabe in Hochachtung denken, aber ohne Überheblichkeit. Wir leben, was uns gegeben ist, und wir sind nur eine Gabe unter den vielen, die Menschen brauchen, um leben zu können."

Am Ende des Gottesdienstes überreichte Michaela Pesenacker jedem sein Diplom und Blumen.

Im Anschluss gab es in den Räumlichkeiten des Hospizes ein gemütliches Zusammensein mit Sekt und warmer Suppe.

Ein guter Tag ging zu Ende.

 

Ursula Münter


09.09.2022

 Der Grüne Tag 2022

 

Am 09.09.2022 fand der dritte Grüne Tag für die Kinder des Kinder- und Jugendhospizes Emmaus auf dem Golfplatz Gut Berge statt.

 

Der Präsident des Golfclubs Meinolf Haarhaus begrüßte die Kinder und die Ehrenamtlichen des Hospizdienstes herzlich zu einem abwechselungsreichen Nachmittag auf dem Gelände.

Die leckeren Muffins, die Silke für uns gebacken hat, wurden direkt mit großem Appetit verspeist. Danach standen Golfen, Card Fahren und Reiten auf dem Programm. Selbst ein Platzregen konnte die gute Laune nicht verderben. Dieser wunderbare Nachmittag klang mit einem leckeren Essen aus der Gastro aus.

 

Ein herzlicher Dank geht an Meinolf Haarhaus und Silke, Michelle und Pia mit ihrem Pony Payala, Daniela Heller für die leckeren Spaghetti und allen aus dem Golfclub, die uns durch den Nachmittag begleitet haben. Ihr seid ein super Team!


Fackellauf Bundesverband Kinderhospiz e.V.

30.07.2022

 Wir tragen eine Fackel durch das Land

 

„Wir“ – das sind die Ehrenamtlichen der Kinder- und Jugendhospize in Deutschland. Seit dem 7. April wird die Fackel von Hospiz zu Hospiz getragen und gefahren, zu Fuß, per Rad, Rollstuhl oder Trecker (s.u.), bis zum 7. Oktober 180 Tage lang, über 7000 km und 120 Stationen! Der Kinder-Lebens-Lauf 2022.

Wozu? Bitte weiterlesen:

„Wir“ – das sind auch wir vom Hospiz Emmaus; betroffene Kinder, Eltern und Ehrenamtliche trafen sich am Freitag, dem 29. Juli im schönen, neuen Anbau für die Kinder- und Jugendarbeit. Wir empfingen die Kolleginnen vom Kinderhospizdienst Iserlohn und aus ihren Händen die Fackel in der Form eines stilisierten Engels.

 

 

 

Mit dabei waren zwei Hauptamtliche vom Bundesverband Kinderhospiz e.V. im Tour-Bus, der die gesamte Strecke mitfährt; nur seine Besatzung wechselt…

Wir alle hatten einen vergnüglichen und unterhaltsamen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen, Häppchen und Apfelschorle - von Eva professionell besorgt – nebst Fototermin und Interviews für den sehr interessierten und aufmerksamen lokalen Pressevertreter!

 

 

 

Für den folgenden Tag hatte Hajo in schweißtreibender Vorarbeit - wegen der vielen verkehrspolizeilichen Vorgaben - einen Trecker-Konvoi organisiert. Begleitet von Radlern und Mopedfahrern zockelte man unter Polizeischutz über die B 7 nach Wuppertal. Mit der Engel-Stafette in der Hand eins „unserer“ Kinder. Kolleginnen von den dortigen Hospizdiensten nahmen sie mittags auf dem Laurentiusplatz freudig in Empfang. Als Wuppertaler war ich natürlich vor Ort, und ich muss sagen: der Aufzug der Trecker, eskortiert von blaulichtblitzenden Krädern, von der Friedrich-Ebert-Straße sehr langsam um die Ecke auf den Laurentiusplatz einbiegend – das war super Show!!

Die Freiluft-Cafés rund um den weitläufigen und trotz Baumbestand übersichtlichen Platz waren maximal besetzt; und große Augen über gereckten Hälsen waren entsprechend zahlreich!

Die geparkten Trecker übten magische Anziehungskraft aus auf junge und alte Neugierige. Und zusammen mit den Kolleginnen aus Wuppertal an deren Info-Ständen konnten wir von Emmaus Neugierig-Interessierte aufmerksam machen auf die Lebenslagen all derer, die oft noch im Schatten stehen: lebensbegrenzt erkrankte oder trauernde Kinder und Jugendliche und deren Familien.

„Denn die einen sind im Dunkeln/Und die anderen sind im Licht./Und man siehet die im Lichte/Die im Dunkel sieht man nicht.“ (Bertolt Brecht) Dass sich das ändert, dazu will der Kinder-Lebens-Lauf 2022 beitragen.

 

Burckhard Ohnesorge


Besuch der neuen Feuerwache in Gevelsberg

29.06.2022

 

 

 

 

 

Am Freitag, dem 29.6.2022 dem Kirmesfreitag, waren wir zur neuen Feierwache in Gevelsberg eingeladen.

Wir, dass waren acht Kinder, drei Eltern, fünf Ehrenamtliche und unsere Koordinatorin.

Bei schönstem Wetter wurden wir von der Bambini Feuerwehr empfangen. Wir wurden in Gruppen eingeteilt, jeweils vier Kinder und eine Erwachsenengruppe.

Uns wurden die Feuerwehrfahrzeuge erklärt. Jedes Auto hat eine bestimmte Funktion bzw. Aufgabe.

Wir durften die Schlafräume und die Küche des Bereitschaftsdienstes der Feuerwehr besichtigen. Es gibt auch einen Fitnessraum, wo sich die Feuerwehr fit hält. Die Rutschstange war sehr spannend und ein Mitarbeiter ließ sich für uns an der Stange hinuntergleiten. Das ist schon sehr hoch und wir hatten alle Respekt davor.

 

 

 

 

 

 

 

Der Krisenraum wurde uns gezeigt. In diesem Raum stehen zig Computer und Bildschirme. Wenn es eine Notsituation, wie z.B. das Hochwasser im vergangenen Jahr oder ein Großfeuer gibt, läuft alles hier zusammen.

In der angrenzenden Notrufzentrale gehen sämtliche Notrufe an die Feuerwehr ein, immer ist jemand in diesem Raum um sich zu kümmern.

Besonders schön war es, als wir mit der Drehleiter, bis über die Dächer von Gevelsberg fahren durften, die Kinder und wir Erwachsenen. Eine Drohne hat uns die ganze Zeit dabei begleitet.

Die Kinder hatten auch Wasserspaß, denn sie haben mit einem Schlauch spritzen dürfen. Dabei hatten alle Spaß.

Die Großküche der Feuerwehr ist gigantisch. Es ist möglich, hier für bis zu 250 Menschen zu kochen und diese über einen längeren Zeitraum zu versorgen.

Zum Abschluss gab es noch ein großes Kuchenbüffet. Dazu kamen auch alle verfügbaren Feuerwehrleute (es gab ja Kuchen 😊!!!). Wir wurden mit Kuchen, Muffins und Getränken super versorgt.

Das Fazit von diesem Nachmittag:

- Danke an die Feuerwehr Gevelsberg und die Bambinis

- Danke, für die Zeit, uns alles gut zu erklären

- Danke für die praktischen Übungen

- Danke, für die Bewirtung, die wir wirklich nicht erwartet haben

- Danke, dass ihr den Kindern und uns, so einen tollen Nachmittag bereitet habt.

 

Christine und Michael Bick


Koordinatorin im Hospiz Emmaus

Silke Jeromin
Silke Jeromin

15.06.2022

Einen schönen guten Tag,

als neue Koordinatorin für den Erwachsenenbereich möchte ich mich Ihnen allen gerne vorstellen. Ich bin 47 Jahre jung und ergänze das Team der Koordinatorinnen im Hospiz Emmaus seit 15.06.2022. Als ursprünglich gelernte Altenpflegerin habe ich mich immer schon sehr nah an den Themen Sterben und Tod bewegt. Während meiner Zeit als Leiterin des Sozialen Dienstes einer Pflegeeinrichtung gehörte die Sterbebegleitung zu meinen Hauptaufgaben. In dieser Zeit habe ich mich sehr bewusst mit dem Bereich Sterben und Tod auseinandergesetzt, mich in Palliativ Care und später im Fallmanagement ausbilden lassen. Über verschiedene Stationen hat mich mein Weg vor drei Jahren schlussendlich zur Hospizarbeit geführt. Als Koordinatorin konnte ich bereits vielen Menschen eine hospizliche Begleitung vermitteln und habe viel Offenheit und Dankbarkeit erfahren dürfen. Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Trauerbegleitung, die mir persönlich sehr am Herzen liegt. Mitzuerleben, wie Menschen durch ihren Trauerprozess hindurchgehen und wieder zurück ins Leben finden, erlebe ich immer wieder als großes Geschenk.

Seit August letzten Jahres lebe ich mit meinem Lebensgefährten in Wuppertal, so dass ich mich beruflich nun auch wohnortnah bewege. Wichtig finde ich es privat einen guten Ausgleich zu meinem Arbeitsgebiet zu schaffen. Dies gelingt mir gut durch Meditation, Spaziergänge in der Natur, aber auch durch Bewegung und Reisen. Ich freue mich, dass ich nun im Hospiz Emmaus meine bisherigen Aufgaben an einem neuen Ort weiterführen und entwickeln kann, um das gesamte Team hier zukünftig gut zu unterstützen.

Mit herzlichen Grüßen und auf ein baldiges Kennenlernen Silke Jeromin


Wir nehmen Abschied von unserer ehrenamtlichen Mitarbeiterin Susanne

 

 

 

Danke an das Leben

 

Am 21.April verstarb Susanne Finner nach einer kurzen, schweren Krankheit friedlich im Beisein ihrer Lieblingsmenschen.

Dies zu wissen ist ein großer Trost in all der empfundenen Trauer und dem Verlust.

 

Susanne war eine der ersten Teilnehmerinnen des Qualifizierungskurses und erhielt im Dezember2015 das Zertifikat für Hospizhelferinnen

im Kinder- und Jugendhospizdienst.

 

Susanne eine wunderbare und lebenskluge Frau.

Sie hatte viele Lebensweisheiten und Sprüche in sich und ein Spruch lautet „ Ich mag Menschen, die fließend Herz sprechen.“

Das ist aber auch eine Sprache, die Susanne ziemlich perfekt beherrschte.

 

 

Sie hat Herz und Seele berührt.

Sowohl in den privaten Begegnungen aber auch in ihren Begleitungen.

Ihre Aufgabe „ Dienst an anderen Menschen“ hat Susanne nie als Last empfunden, sondern mit einer Selbstverständlichkeit und Zuneigung getan.

 

Susanne hat das Leben vieler Menschen reicher an schönen Erinnerungen hinterlassen.

 

„ Ich kann nicht lange bleiben, flüstert der Glücksmoment, aber ich lege Dir eine Erinnerung ins Herz.“

 

Susanne hat sich für den Tag ihrer Trauerfeier das Lied „ Danke an das Leben „ von Peter Maffay ausgesucht. Damit hat sie noch einmal herzisch gesprochen und all den Trauernden ein Lied des Trostes und der Zuversicht ausgesucht.

 

Danke für Dein Leben Susanne

 

Heidemarie David