Bilder und Berichte

Predigt zum Gedenkgottesdienst vom 08. November

 

 

Gepflanzt am Bach des Lebens

   

Widersprüchlicher kann eine Landschaft nicht sein: mitten in einer lebensfeindlichen Wüste, mit Hitze und Kälte, in grenzenlos trockenem Sand - da mitten drin ein Baum.

   

Widersprüchlicher kann eine Lebenslandschaft nicht sein: mitten in einer Wüste, die sich gnadenlos auszubreiten und alles Leben zu vernichten scheint, steht da ein Baum, gezeichnet von den harten Lebensbedingungen, aber grün, lebendig, mit dem Willen zum Leben.

   

Die Wüste, die die einen ins Abenteuer lockt, um das Leben zu erproben, ist für andere die Prüfung und Bedrohung ihres Lebens.

   

Trauerlandschaften sind Wüstenlandschaften; denn da sind uns Menschen genommen worden, die für uns Leben bedeutet haben. Es bleibt eine Leere zurück, die nicht aufgefüllt ist. Vielmehr bedroht sie das eigene Leben und dem Leben, das da noch bleibt, entzieht sie die Kraft und die Hoffnung auf ein Leben, das mehr ist als Überleben. Eine lebendige Zukunft vermag sie zu einer Fata Morgana verkommen zu lassen.

   

Sie kennen solche Momente und Zeiten, in denen Tod eine Wüste hinterlässt und Trockenheit und ein zielloser Horizont Denken, Sehen und fühlen bestimmen.

   

Eben deshalb ist die Wüstenzeit, die Zeit der Trauerwege, auch eine Zeit der Einladung, sogar der Aufforderung, zu einem Perspektivwechsel für einen anderen, einen neuen Blick auf das Leben, auf den Baum in der Wüste.

Die Bedrohung zu sehen ist ehrlich und unvermeidlich, aber den Widerspruch dieses Baumes gegen die Bedrohung, für das Leben nicht wahrzunehmen, das trocknet die Hoffnung aus.

Während die einen fragen, wie lange hält der Baum das noch aus, sagen die anderen: ist das nicht unglaublich mit welcher Kraft der sich gegen die Vernichtung stemmt und starke, grüne Lebenszeichen sendet?

Ich bin versucht Luther zu zitieren: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“ und ergänzen: ich will leben!

Seine Lebenzeichen stehen nicht für einen Rest an Leben, sondern für eine Zukunft mit Leben.

   

Dieser Baum ist eben keinen Fata Morgana, sondern ein unübersehbares Lebenszeichen und für die ängstlich hoffende Frage: „Woher nimmt der die Kraft, das Wasser zu suchen, das man nicht sieht, aber doch wirksam da ist“ eine Ermutigung.

  

Wie kommt der Baum zu seiner Kraft, wenn nicht über die Wurzeln, die man auch nicht sieht, aber offensichtlich an die Quelle rühren, aus denen er Leben saugen kann, in denen ihm Leben angeboten wird?

   

Lebens- und Kraftquellen suchen, als Gespür für den eigenen Lebenswillen.

Vielleicht sind es zunächst einmal die Menschen, die begleiten und einfach als Stütze zur Seite stehen, bis man selbst beginnt, Halt zu suchen; Menschen, die im Zuhören ein wenig Ruhe in die aufgewühlte Zeit bringen, bei denen man nicht stark sein muss, aber vielleicht im Gespräch an die eigenen Stärken erinnert wird, die schon andere Not bestanden haben.

Oder es sind andere, die einem die widersprüchlichen Gefühle und Gedanken nicht ausreden oder erklären, sondern die Zeit schenken, dass sich in einem selbst etwas klärt und der Lebenswille deutlich wird.

   

Welch ein Segen ist es, wenn man auch nach mehr als 6 – 8 Wochen, auch noch nach Monaten und Jahren Menschen findet, die nicht nur sagen „“Das wird schon wieder“, sondern denen wir anmerken, dass sie selbst von der Hoffnung und dem Glauben getragen sind, dass tatsächliches etwa Neues wird, ohne das Vergangen verdrängen zu müssen; Menschen, die zum Loslassen ermutigen, aber nicht so, als ob es den Anlass zur Trauer nicht gäbe, sondern die helfen, dem geliebten Verstorbenen mit allen guten und schweren Erinnerungen einen Platz im Leben zu geben, dass die Wurzeln daraus Kraft schöpfen können.

   

Der Apostel Paulus gibt uns das Recht dazu, wenn er im Hohen Lied der Liebe sagt: „Die Liebe hört niemals auf.“

Trauern ist ein Zeichen dieser Liebe, ebenso wie die Hoffnung, die Last der Trauer zu überwinden und neu in das Leben zu finden.

   

Und wenn gerade im Sterben und in der Trauer vom Loslassen gesprochen wird, dann meint das gerade nicht, einen Menschen fallen zu lassen und ihn aus der Erinnerung zu verbannen, sondern ihn freizugeben, ihn in andere Hände zu geben, damit Gott dieses Leben wandelt und vollendet, wo wir an unsere Grenzen stoßen; denn seine Liebe kennt keine Grenzen.

   

Wenn wir in dieser Haltung einen lieben Menschen freigeben, gewinnen wir selbst die Freiheit, dass sich auch unser Leben wandeln kann.

Liebe muss sich wandeln können, damit sie lebendig bleibt und uns zu jeder Zeit, auch in der Trauer, gut tun kann.

   

Ich kenne keinen Menschen, der sich nicht wünschte, dass das Leben und die Liebe über den Tod hinaus in ein neues Leben gehen möge.

Mir sind viele Menschen begegnet, die sich das nicht vorstellen können und

ich kenne manche, die in der Überzeugung sicher sind, dass Gott jeden Tod überwinden kann und dass er neues Leben schenkt.

Vergangenes wird nicht wiederholt, sondern in ein Neus vollendet.

    

Ich wünsche allen, dass diese Hoffnung als Quelle des Lebens nicht versiegt und dass unsere Wurzeln so tief gehen, dass sie an das Wasser heranreichen, damit Leben auch in der Wüste gelingt, dass die Wüste selbst auch wieder lebendig werden kann.

   

Ich danke Gott für alle Menschen, die uns dieses Wasser reichen oder es sind. (Pastor Ulrich Bauer)

24. April 2015 - Jubläumsfeier

Feierlicher Festgottesdienst in der Liebfrauenkirche mit anschließendem Empfang

und hier geht es zur Fotostrecke

Tag der offenen Tür

 

Hier geht es zur Fotostrecke

 

 

25. Okt. 2014 - Einweihungsfeier mit geladenen Gästen

Hier geht es weiter zur Fotostrecke...

Ansprache zur Einweihung

... unseres neuen Hospizzentrum

Pfarrerin Anne Braun-Schmitt und
Pastor Ulrich Bauer

 

 

Einweihungsfeier mit unseren Ehrenamtlichen


und hier gehts zu den Fotos.

 

 

Meditationswochenende

„Ich habe einen Traum“

im September 2014

 

und hier geht es weiter

Wir bauen unser Haus

Hier werden wir Sie laufend über den Stand unseres Neubaues, der dankenswerterweise u.a. durch die

Stiftung Wohlfahrtspflege NRW
(Website: www.sw.nrw.de )

 und der

Deutschen Fernsehlotterie

(Webseite: www.fernsehlotterie.de )

gefördert wird, in Fotos informieren:

hier gehts weiter ...

 

 

Grußwort von Pastor Bauer
zum 1. Spatenstich

Beim ersten Spatenstich auf neuem Grund fällt mir das Wort Gottes an Abraham ein: 

hier geht es weiter ...

 

 

Hospiz Sommerfest

Hospiz-Kabarett war der Höhepunkt

Gut 50 Ehrenamtliche des Ökumenischen Hospiz Emmaus feierten am 15. Juli ein fröhliches Sommerfest.

hier gehts weiter...

 

 

Der Gedenkgottesdienst am

Samstag, 16.03.2013

stand unter dem Thema:

"Ein Platz bei Gott"

 

"Wir bauen ein Haus"
Zentrum für Begleitung, Schulung und Begegnung
Treffen für Ehrenamtliche und Hauptamtlich am Samstag, den 16.02.2013 im Gemeindezentrum Liebfrauen

Zur Bildergalerie

 

 

Sendungsgottesdienst
für unsere neuen Ehrenamtlichen
am Dienstag, 27.11.2012 …

 Zur Bildergalerie

Plätzchenaktion 2012 in der Fußgängerzone Mittelstraße

 Zur Bildergalerie

Priesterjubiläum von Pastor Ulrich Bauer

 am Sonntag, 23. September 2012

Zur Bildergalerie

Wochenendseminar

in der Akademie Biggesee
vom 24.-26. August 2012

Zur Bildergalerie

 

15-jähriges Jubiläum Ökumenisches Hospiz Emmaus am 8. November 2009

  • Festgottesdienst in der Liebfrauen-Kirche Gevelsberg
  • Empfang im Gemeindesaal Liebfrauen

Zur Bildergalerie

Nacht der spirituellen Lieder am 30.10.2009

  • Alwine Deege, Brigitte Schmitz und Dr. Jürgen Steinrücke

Zur Bildergalerie

Kabarett K 3 - Klerikales Kabarett Kommando

"Nochma von vorne"
Veranstaltung am 15. Mai 2009 im Zentrum für Kirche und Kultur in Gevelsbert anlässlich des 15-jährigen Jubiläums unseres Hospizes.

Zur Bildergalerie

SuchenDruckenInhalt
Evangelischer Kirchenkreis SchwelmDiakonie Mark RuhrCaritas